Statement von Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, auf einer Pressekonferenz seiner Organisation

Wie in den letzten Jahren auch stehen wir vor einem Dilemma: Wie präsenteren wir die Lage der bayerischen Brauwirtschaft? 

Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes e.V.. Bild: Bayerischer Brauerbund

Einerseits wollen wir die Branche gerne als kraftvoll und erfolgreich darstellen – die Menschen neigen dazu, sich lieber an die Seite von Siegertypen zu stellen und sich durch ihr Konsumverhalten als Teil einer Erfolgsstory zu positionieren. Außerdem wollen wir ja, dass die Menschen sich für unser wunderbares Produkt, für das Bayerische Bier, begeistern. Darauf zu hoffen, dass sie es aus Mitleid trinken, weil es der Branche so schlecht geht, ist keine Option. 

Andererseits ist es kein Geheimnis, dass Bayerns Brauer aktuell alles andere als auf Rosen gebettet sind. Wenn nach fast 380 Jahren Ende 2026 in der größten Brauerei der Oberpfalz für immer das Feuer unter dem Sudkessel erlischt, sendet das kein Zeichen wirtschaftlicher Prosperität unserer Branche aus – nur ein Beispiel für den traurigen Aderlass, den insbesondere der brauwirtschaftliche Mittelstand auch in Bayern zu beklagen hat. 

Lassen Sie es mich so zusammenfassen: Die Brauwirtschaft in Deutschland und mit ihr auch im lange erfolgsverwöhnten Bayern blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück, auf Absatzverluste, die selbst die der Corona-Jahre 2020 und 2021 übertreffen.

Der inländische Bierabsatz

Was ist los in Bayern, im Land des Bieres und der Brauereien? Schauen wir uns zunächst die Entwicklung des Inlandsabsatzes an.

Die deutsche Brauwirtschaft hat im vergangenen Jahr einen Inlandsabsatz von gerade noch 64,1 Mio. hl Bier erreicht, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 5,8 % oder 3,94 Mio. hl alkoholfreies Bier ist hier noch nicht enthalten, da es von der amtlichen Statistik nicht erfasst wird. 

Bayern kommt – auch hier ohne alkoholfreies Bier – auf 17,1 Mio. hl Inlandsabsatz, ein Minus gegenüber 2024 von rund 800.000 hl oder 4,5%. Nicht einmal in den Corona-Jahren haben wir Absatzverluste in solcher Größenordnung hinnehmen müssen. 

Nachdem allerorten beklagt wird, Deutschland trinke zu viel, sei ein kurzer Blick auf einen längeren Betrachtungszeitraum geworfen:

Deutschland hat seit 1993 35,4 % seines Inlandsabsatzes verloren – mehr als ein Drittel. In Bayern sind es 31,3 %. Das entspricht 7,8 Mio. Hektolitern. 

Der Blick auf diese Zahlen provoziert natürlich die Frage nach dem „Warum“. 

Es gibt nicht nur eine Ursache für den Rückgang des Inlandsabsatzes. Vielmehr ist es das Zusammenwirken gleich mehrerer Einflussfaktoren, die dafür verantwortlich sind, dass der Inlandsabsatz in Deutschland seit Jahren schrumpft. 

Da ist zunächst die demografische Entwicklung.

Die sogenannten Babyboomer erreichen langsam ein Alter, in dem sie etwas verhaltener alkoholhaltige Getränke konsumieren. Diese Gruppe wird von Jahrgang zu Jahrgang noch auf Jahre absehbar größer. 

Das heißt: Wir verlieren am oberen Ende der sog. „Alterspyramide“ in großer Zahl Konsumenten, während am unteren Ende deutlich schwächere Jahrgänge in das konsumfähige Alter hineinwachsen. 

So ist die Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen heute fast 5 Mio. Personen größer als sie es in 20 Jahren sein wird. Und betrachten wir die Gruppe der 20- bis 60-jährigen, die die relativ konsumfreundlichste Altersgruppe darstellt, dann wissen wir schon heute, dass diese Altersgruppe in den nächsten 20 Jahren um 6,7 Mio. Menschen schrumpfen wird. 

Diese Entwicklung ist nicht neu! Und sie hat zwangsläufig negativen Einfluss auf unser inländisches Absatzpotential, ohne dass diese Entwicklung irgendetwas über die Beliebtheit von Bier oder das Verhältnis der Konsumenten zum Alkohol an sich aussagen würde. 

Für uns, für die Brauwirtschaft, gilt es aber festzuhalten: Wir haben auf diese Entwicklung keinen Einfluss! 

Die Entwicklung des Pro-Kopf-Konsums

Nun kommt ein zweiter Effekt hinzu: Die nachrückende Konsumentengeneration ist nicht nur zahlenmäßig deutlich schwächer als vorhergehende, sie weist auch ein völlig anderes Konsumverhalten auf als ihre Eltern und Großeltern. Dies hat zur Folge, dass wir nicht nur in größerer Zahl Biertrinker- und -trinkerinnen verlieren als nachwachsen, auch der Pro-Kopf-Konsum der Jüngeren ist deutlich geringer als in früheren Generationen. 

Statistisch gut erfasst wird diese Entwicklung durch das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, BIöG, vormals BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).

Der Bier-Pro-Kopf-Konsum betrug 2024 – aktuellere Zahlen liegen leider noch nicht vor – noch 88 Liter. Er ist damit seit der Wiedervereinigung um 54 Liter, seit seinem Höchststand vor 50 Jahren, 1976, sogar um 63 Liter zurückgegangen. 

Auffällig ist das sich wandelnde Konsumverhalten junger Erwachsener: Zählten sich noch in den späten 70-er Jahren 85 % der männlichen jungen Erwachsenen zu den regelmäßigen Alkoholkonsumenten, so sind dies heute noch knapp 39 %. Bei den jungen Frauen sind es sogar nur 18 %, vor 50 Jahren waren es noch knapp 54 %. Und „regelmäßig“ im Sinne dieser Erhebung bedeutet Alkoholkonsum einmal wöchentlich oder öfter. Dies heißt im Umkehrschluss: Fast 70 % der jungen Erwachsenen beiderlei Geschlechts konsumieren seltener als einmal wöchentlich unabhängig von der Menge irgendein alkoholhaltiges Getränk! 

Bei ihnen breitet sich ein bisweilen irrational anmutender Verzichtskult aus, befeuert von Organisationen, denen der Konsum von Alkohol per se ein Dorn im Auge ist und die auf dem aktuellen Gesundheitstrend mitschwimmen, „geadelt“ durch die WHO oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. 

Deren gute Reputation verhilft dem von ihnen propagierten Abstinenzideal zu breiter auch medialer Wahrnehmung. Ein alkoholfreies Leben wird idealisiert als Teil weit verbreiteter Suche nach Selbstoptimierung in einer Welt, die dem Einzelnen immer weniger mitgestaltbar erscheint. Also konzentriert er sich auf das, was er noch beeinflussen und optimieren kann: sich selbst.

Im Ergebnis bleibt damit festzuhalten: Eine nachhaltige Trendumkehr beim Konsum alkoholhaltigen Bieres ist in Deutschland realistisch auf Sicht nicht zu erwarten. 

Diese Entwicklung des langfristigen Konsumverhaltens wird zudem überlagert und aktuell noch verstärkt durch kurzfristige Trends: allerorten Verunsicherung, Zukunftsangst, mindestens -sorgen. Keine Lage, in der man es überschwänglich krachen lässt. Die unverändert unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse lassen die Menschen das Geld zusammenhalten. Sie üben sich in Konsumzurückhaltung, verzichten auf den Besuch der Gastronomie oder belassen es dort bei einer Halben, greifen im Handel zu preiswerteren Bieren …. 

Hier besteht zumindest die Hoffnung, dass die Absatzkurve wieder etwas abflacht, wenn die gesamtwirtschaftliche Lage sich für die Menschen im Land wieder für sie spürbar bessert.

Die Gesamtabsatzentwicklung/der Bierexport

Beide Trends: Die im Inland schrumpfende Bevölkerung und der rückläufige Pro-Kopf-Konsum, sind – wie gesagt – ja keine neuen Entwicklungen.

Wenn Bayern in den letzten Jahren dennoch eine stabile Gesamtabsatzentwicklung zu verzeichnen hatte, war dies erfolgreichem Export geschuldet, der die Absatzrückgänge im Inland lange zu kompensieren vermochte. Doch auch auf den Auslandsmärkten mussten die bayerischen Brauereien im zurückliegenden Jahr Einbußen hinnehmen. 

Der Gesamtbierabsatz der deutschen Brauwirtschaft ist im vergangenen Jahr auf 77,7 Mio. hl gesunken, ein Minus von 6 % oder 4,97 Mio. hl. 

Bayern ist auch nicht viel besser weggekommen. Die Brauereien im Freistaat verloren 2025 weitere 1,3 Mio. hl Gesamtabsatz, ein Minus von 5,4 % auf noch 22,54 Mio. hl – auch die ohne alkoholfreies Bier. 

Der Gesamtabsatz der Brauwirtschaft hat sich in Deutschland insgesamt wie in Bayern also schlechter entwickelt als der Inlandsabsatz – Indiz dafür, dass auch der Export, der die bayerische Brauwirtschaft in den letzten Jahren getragen hat, schwächelt. Bayern haben die Einbußen auf Auslandsmärkten dabei etwas schwerer getroffen als den Rest der deutschen Brauwirtschaft.

Der deutsche Bierexport insgesamt ist im vergangenen Jahr um gut 1 Mio. hl oder 7% zurückgegangen. Die bayerischen Brauer, die 2024 mit 5,87 Mio. hl noch ein Allzeithoch ihres Exportvolumens erreichten, verlieren hiervon knapp 500.000 hl, was 8,4 % ihrer vorjährigen Exporte bedeutet und nur auf Bayern bezogen der Hälfte dessen entspricht, was Deutschland insgesamt auf den Biermärkten der Welt an Absatz eingebüßt hat. 

Dabei sind es vor allem die Lieferungen in Drittstaaten, die einbrechen: Während die bayerischen Exporte in andere Länder der EU um nur 59.000 hl oder lediglich 1,7% fallen, gehen die Exporte in Drittstaaten um 436.000 hl oder 18,3 % zurück. 

Italien bleibt mit rund 1,5 Mio. hl das mit Abstand bedeutendste Zielland bayerischer Bierexporte, gefolgt von China (ca. 500.000 hl) und Österreich (knappe 400.000 hl).

Dennoch bleibt Bayern in Deutschland führend beim Bierexport: Knapp 4 von 10 aus Deutschland exportierten Bieren stammen aus einem bayerischen Sudkessel.

Die Perspektiven? Die Absätze in andere Länder der EU können sich wieder stabilisieren, wenn auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich wieder festigen. Unsere Erfolge auf dem wich gen US-amerikanischen Markt sind ein Spiegelbild der erratischen Zollpolitik der Trump‘schen Regierung. Man darf hier auf Besserung hoffen – in jeder Hinsicht.

Der für uns bis zum Beginn des Jahrzehnts bedeutende russische Absatzmarkt (nach Italien bis 2021 immerhin zweitwichtigster Exportmarkt für Bayerns Brauer) ist auf absehbare Zeit weitgehend verloren. Gerade einmal rd. 60.000 hl Exportvolumen sind 2025 geblieben. 

Wir setzen darauf, auch in Kooperation mit den verantwortlichen Stellen der Bayerischen Staatsregierung (Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium) dem Bierexport aus Bayern neue Impulse geben zu können. Mit unserer geschützten geografischen Angabe „Bayerisches Bier“ haben wir hier beste Voraussetzungen. 

Konsequenzen für die Branchenstruktur

Die beschriebene Entwicklung kann nicht ohne Folgen für die Struktur der deutschen und bayerischen Brauwirtschaft bleiben! Wenngleich wir die Zahlen für 2025 erst in rund 2 Wochen bekommen, zeigen die für 2024 vorliegenden doch einen klaren Trend.

Erstmals in der Geschichte des gewerblichen Brauwesens in Bayern ist die Zahl der Braustäten im Freistaat unter 600 gefallen: 598 waren es nach der letzten Erhebung – immer gute 40% aller deutschen Brauereien.

Nachdem die Dichte kleiner und mittlerer Brauereien in Bayern traditionell besonders hoch ist, war der Drang zur Neugründung von Betrieben hier auch weniger stark ausgeprägt als in anderen Bundesländern mit der Folge, dass dort die Zahl der Brauereien in den letzten 30 Jahren zugenommen hat, während sie in Bayern gefallen ist.

Man versteht die Lage der Branche aber nur, wenn man nicht nur auf die Zahl der Braustätten in Deutschland und Bayern schaut, sondern auch deren Struktur betrachtet:

Fast ¾ aller deutschen Brauereien haben eine Jahresproduktion von unter 5.000 hl. Alle zusammen produzieren sie nicht einmal ganz ein Prozent des deutschen Bieres. 

Diese Gruppe ist die einzige, die in den letzten Jahren zahlenmäßig überhaupt noch gewachsen ist, während alle anderen einen z. T deutlichen Rückgang der hier ehemals existierenden Betriebsstätten zu beklagen haben. 

Doch ungeachtet auch in Bayern schmerzhafter Verluste traditioneller, oft Jahrhunderte alter Braustätten ist Bayern das Bundesland mit dem mit Abstand noch ausgeprägtesten brauwirtschaftlichen Mittelstand. In keinem anderen Bundesland ist der Konzentrationsprozess weniger stark ausgeprägt als in Bayern. 

Der Umstand, dass die bayerische Brauwirtschaft in ihrem Kern unverändert mittelständisch strukturiert ist, ist bereits ein Teil der Antwort auf die Frage, wie wir mit dieser Lage umgehen, einer Lage, die ich als ernst, aber eben auch nicht als hoffnungslos beschreiben möchte. 

Alkoholfreies Bier

Einer unserer Hoffnungsträger ist sicherlich alkoholfreies Bier. Nun mögen Sie denken: Der Absatz alkoholfreien Bieres zieht doch an, damit können Sie die Verluste beim alkoholhaltigen Bier doch kompensieren. 

Richtig ist, dass wir im Segment der alkoholfreien Biere seit Jahren einen anhaltenden Aufschwung verzeichnen. 

Alkoholfreies Bier vermochte im zurückliegenden Jahr um 260.000 hl zuzulegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,5 % auf jetzt gut 2,5 Mio. hl. Damit wurden erstmalig 10 % des in Bayern hergestellten Bieres alkoholfrei produziert. 

Noch entfallen hiervon gute 50 % auf alkoholfreies Weißbier, das allerdings im zurückliegenden Jahr kein Wachstum mehr verzeichnen konnte. Die deutlichen Zuwächse kommen vornehmlich vom alkoholfreien untergärigen Bier, das über ein Drittel Volumen gewinnt. Vor allem alkoholfreies Helles verzeichnet deutliches Wachstum. Ein knappes Drittel der gesamten Produktionsmenge alkoholfreier Biere entfällt mittlerweile auf die untergärigen Varianten. Aber auch die alkoholfreien untergärigen („Radler“) und obergärigen („Russ“) Mischgetränke legen zweistellig an Volumen zu. 

Wenn wir für das vergangene Jahr also einen Produktionszuwachs von 250.000 hl alkoholfreien Bieres feststellen und sie den Absatzverlusten alkoholhaltigen Bieres (1,3 Mio. hl, s.o.) gegenüberstellen, so wird leicht ersichtlich, dass wir durch die Zugewinne beim alkoholfreien Bier nur etwa ein Fünftel der beim alkoholhaltigen Bier zu beklagende Verluste ausgleichen können.

Dennoch dürfen wir davon ausgehen, dass der Trend zu alkoholfreien Bieren anhalten wird. Innovative Herstellungsverfahren eröffnen heute auch kleineren Brauereien die Möglichkeit, mit geschmacklich anspruchsvollen Produkten an diesem Wachstumssegment teilzuhaben. Und in der Tat nimmt der Kreis derjenigen Brauereien aller Größenklassen beständig zu, die ein eigenes alkoholfreies Bier auf den Markt bringen.

War’s das schon? Perspektiven der heimischen Brauwirtschaft

Wenn wir uns mit einem breiteren Angebot alkoholfreier Biere also nicht quasi am eigenen Schopf aus der Krise ziehen können, welche Perspektiven sehen wir dann? 

Ich möchte diese Frage aus zwei Blickwinkeln beleuchten: Einmal vom Markt aus, innerhalb dessen wir uns mit unseren Produkten bewegen, und einmal mit Blick auf die Rahmenbedingungen, die uns umgeben.

Der Biermarkt bietet Chancen für Bayerisches Bier!

Viel zu lange wurden in der irrigen Annahme, der deutsche Biermarkt würde ins Unendliche wachsen, immer neue Kapazitäten geschaffen, die man jetzt auszulasten versucht, indem man das Bier immer billiger anbietet. Zur dargestellten Absatzschwäche gesellt sich so eine eklatante Ertragsschwäche und wir riskieren den herausragenden Ruf, den Bier aus Deutschland – insbesondere Bayern – genießt, weil, was über Jahre so billig angeboten wird, Zweifel am hohen Qualitätsanspruch nährt.

Die Zukunft des deutschen Biermarktes liegt sicherlich nicht im permanenten preislichen Unterbietungswettbewerb! 

Wir haben doch andere Möglichkeiten! Bei allen Schwierigkeiten, die die heimische Brauwirtschaft aktuell objektiv hat: Es gibt eine ganze Reihe ermutigender Signale! In der jüngeren Vergangenheit wurden einige vom Aus bedrohte Brauereien gerettet. 

Einerseits, weil branchenfremde Investoren bereit waren, Geld in die Unternehmen zu investieren und so ihren Fortbestand zu sichern. Sie setzen auf die Kraft der Marke, aber auch auf das Potential, das der Ruf des „Bayerischen Bieres“ auch außerhalb Bayerns im In- und Ausland genießt. 

Die derweil abgeebbte Cra-Bier-Welle hat uns gezeigt, dass die Menschen beim Bierkonsum offen sind für das Besondere, für die Spezialität jenseits des Massengeschmacks der Fernsehbiere. Wer könnte diese Sehnsucht nach dem besonderen Biererlebnis besser stillen als der bayerische brauwirtschaftliche Mittelstand, den es in anderen Teilen Deutschlands und der Welt so eben nicht mehr gibt? Bei den großen Biertrends der zurückliegenden Jahre, erst Weißbier, aktuell Hell, waren die bayerischen Brauer stets die Wegbereiter. Wir besitzen die Glaubwürdigkeit und die Kompetenz für echte Sortenvielfalt. 

Der Absender ist unsere Chance. Bier aus Bayern genießt einen herausragenden Ruf, ein Potential, das in meinen Augen längst nicht ausgeschöpft ist.

Und andererseits werden Braustätten gerettet, weil die Menschen vor Ort den Tod „ihrer“ Brauerei nicht widerstandslos hinnehmen wollen und sich engagieren, um sie zu erhalten, allein oder im Verbund als Genossenschaft, als Verein oder kleine Aktiengesellschaft. Solche Rettungen sind mir ein Beleg für die besonders tiefe Verwurzelung unserer tradierten Bierkultur im Land, die eine ihr eigene Widerstandsfähigkeit gegen Krisen begründet.

Diese Entwicklung zeigt mir wiederum, dass Bier auch in Bayern noch etwas Besonderes, ein enorm emotionales Produkt ist, das lokale Identität stiftet. Die drohende Schließung der Brauerei vor Ort bewegt die Menschen. Sie wollen ihren Bräu nicht fallen lassen, sagen JA zum Bier vor Ort, engagieren sich – persönlich und oft auch finanziell -, eine traditionelle Sudstätte zu erhalten – was natürlich die Frage provoziert, warum man mancherorts mit der gelebten Begeisterung für die Brauerei am Ort wartet, bis sie strauchelt …

Das aber wird vermutlich nicht reichen. Auch jenseits des ieres mit und ohne Alkohol gilt es deshalb, Produkt-Alternativen zu identifizieren, für deren Herstellung sich unsere Brauerei-Ausstattung nutzen lässt. Das gilt natürlich für bekannte Erzeugnisse wie Limonaden (Spezi!), für Eistee oder auch Mate-Produkte, die heute schon von Brauereien angeboten werden. Das gilt aber auch für andere Produkte, die ich unter „Liquid Food“ subsummieren möchte und bei deren Entwicklung wir erst am Anfang stehen. 

Auf maßgebliches Betreiben des Brauerbundes bekommt die TUM in Weihenstephan eine weitere Brau-Professur. Wir suchen die aktive Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, um die Brauwirtschatt auf ihrer Suche nach neuen Produkten für einen sich rasch wandelnden Getränkemarkt zu unterstützen. 

Der Rahmen muss passen!

Maßgeblichen Einfluss auf das Wohl oder Weh der heimischen Brauwirtschaft üben jedoch auch die Rahmenbedingungen aus, innerhalb derer wir uns bewegen. 

Sie sind herausfordernd. Die anstehende energetischen Transformation muss die besonderen Bedingungen und Möglichkeiten des Mittelstandes im Blick behalten, sonst werden wir viele mittelständische Betriebe verlieren. Aktuell leisten wir bereits sehr erfolgreich Hilfestellung, gerade diesen Betrieben bei der Einrichtung von Nachhaltigkeitsmanagement-Systemen zu helfen, um die sie auf Sicht schon vor dem Hintergrund einschlägiger Forderungen des Handels nicht herumkommen werden. Wir sind froh, dass der bürokratische Ballast einer aufwändigen Nachhaltigkeitsberichterstattung zunächst hat abgewendet werden können. 

Überhaupt darf der Kampf gegen überbordende Bürokratie kein reines Lippenbekenntnis bleiben. Hier müssen den vielen Worten auch Taten folgen. 

Wenn die Monopolkommission jüngst (endlich!) den hohen Konzentrationsgrad kritisiert, den der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland erreicht hat, dann wird es höchste Zeit, dass aus dieser reichlich späten Erkenntnis endlich Konsequenzen gezogen werden. Gerade der Mittelstand steht den Forderungen der Großformen des Handels oft machtlos gegenüber. 

Das Ergebnis sind Erlöse, die seit Jahren mit der galoppierenden Kostenentwicklung nicht Schritt zu halten vermögen und die gerade dem Mittelstand kaum Luft zum Atmen, geschweige die Möglichkeit lassen, Mittel für notwendige Investionen zurückzulegen. 

Die Lage wird dadurch verschlimmert, dass die zuständigen Stellen auch der durch die Monopolkommission zurecht kritisierten vertikalen Integration von Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft durch die großen Handelskonzerne – mit Blick auf die Getränkewirtschaft bislang vor allem Mineralbrunnen – offenbar tatenlos zuschauen. Die Wettbewerbssituation von Herstellern außerhalb des unmittelbaren Einflussbereiches der Handelsriesen wird hierdurch weiter verschlechtert, insbesondere mittelständische Anbieter werden in ihrem Bestand gefährdet.

Vor allem aber stehen wir aktuell als Hersteller eines nun einmal – wenngleich schwach, so doch zweifelsfrei – alkoholhaltigen Produkts im Feuer.  Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht vor den gesundheitlichen Risiken des selbst moderaten Alkoholgenusses gewarnt, an dem nicht neue (alte) Ideen vorgebracht werden, wie man dem Konsum von Alkohol denn noch wirksam begegnen könnte. 

Auch für den Brauerbund ist klar: Die wirksame Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs ist ein Ziel, hinter dem auch die bayerische Brauwirtschaft steht! Darum aber geht es längst nicht mehr. Mittlerweile wird der Konsum an sich bekämpft – auf der Grundlage durchaus kritisch zu hinterfragender Quellen. 

Das Regionalbüro Europa der WHO hat im September 2022 einen „Europäischen Aktionsrahmen für Alkohol 2022 – 2025“ verabschiedet. Er sieht als Ziel eine Reduzierung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Reinalkohol auf Basis 2010 bis 2025 um 10 % vor. 

Bereits bis 2024 ist im Vergleich zu 2010 der Konsum von Reinalkohol des Bundesbürgers im Schnitt um 13,7 % gesunken. Er ist 2025 nochmals zurückgegangen. Deutschland liegt alkoholpolitisch über Plan! 

Ja, werden Sie entgegnen, aber man liest doch allerorten, dass jeder Schluck Alkohol schon gefährlich sein soll … 

Man beruft sich dabei gerne auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE, die schrieb: „Der Konsum alkoholischer Getränke ist ein führender Risikofaktor für vorzeitigen Tod“. 

So weit haben das DGE-Papier auch alle gelesen. Im selben Papier aber heißt es wenige Seiten später, dass es „keine statistisch signifikanten Unterschiede im Mortalitätsrisiko“ zwischen Personen, die bis zu 45 g Reinalkohol täglich konsumieren, und lebenslanger Abstinenz gibt! 

45 g Reinalkohol täglich – das ist eine Maß! 

Das aber lesen sie nirgends, ebenso wenig, wie dass am Anfang der Publikationswelle zwei kanadische Wissenschaftler stehen, die aus dem Dunstkreis von „Movendi International“ kommen, besser bekannt unter ihrem früheren Namen „Guttempler“, deren klares Ziel eine Welt ohne Alkohol ist. Ist hier wirklich wissenschaftliche Objektivität zu erwarten? 

Sie sind die Einflüsterer der WHO. Von der schreibt dann die DGE wiederum ab und am Ende stützt auch das bayerische Gesundheitsministerium sich in seinem im Herbst 2025 veröffentlichten Masterplan Prävention Bayern“ auf deren Aussagen. 

Wir wollen gar nicht behaupten, der moderate Konsum alkoholischer Getränke sei gesundheitsförderlich. Aber wir wehren uns gegen die Aussage, selbst kleinste Mengen Bier seien bereits gesundheitsschädlich („No safe level“). 

Für einen kausalen (!) Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und möglichen negativen gesundheitlichen Folgen gibt es – einen ansonsten gesunden Lebenswandel immer vorausgesetzt – keinen wissenschaftlichen Beleg, für Panikmache folglich keinen Grund.

Wenn in einem Kommentar zur Alkoholpolitik die Autorin schreibt, sie genieße die Zeit ohne Alkohol, endlich wache sie nicht mehr mit dickem Kopf und Erinnerungslücken auf, dann frage ich mich, wie sie zuvor wohl konsumiert hat! Zwischen schwarz und weiß, Abstinenz und Suff gibt es ein weites Feld, in dem sich die allermeisten Bier- und auch Weintrinker bewegen – ebenso genussvoll wie gefahrlos! Medial aber findet diese Gruppe gar nicht statt.

Die bayerische Brauwirtschaft hat schon bessere Zeiten erlebt. Sie hat mit großartigen Produkten, einer authentischen Geschichte und beeindruckenden Tradition jedoch auch Chancen. 

Wir stellen uns also zuversichtlich den beschriebenen Herausforderungen. Wir erwarten von unserem politischen Umfeld jedoch auch, dass es uns nicht ohne Not das Leben schwer macht.

Der Bayerische Brauerbund zur Entwicklung der Brauwirtschaft 2025

Die bayerische Brauwirtschaft blickt mit deutlicher Ernüchterung auf das Jahr 2025. Im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in München hat der Bayerische Brauerbund Anfang Februar 2026 aktuelle Zahlen vorgestellt – und die zeichnen ein Bild, das vielen Brauern Sorgen bereitet.

Bundesweit ist der Inlandsbierabsatz 2025 um 5,8 Prozent zurückgegangen. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Minus von fast vier Millionen Hektolitern. Am Ende des Jahres standen nur noch 64,1 Millionen Hektoliter auf der Uhr. Auch in Bayern, das sich in den vergangenen Jahren oft widerstandsfähiger gezeigt hatte, sank der Absatz spürbar. Hier ging es um 4,5 Prozent nach unten auf noch 17,1 Millionen Hektoliter. Für viele Brauereien ist das ein Rückgang, wie sie ihn selbst während der Corona-Jahre nicht erlebt haben.

Noch deutlicher fällt das Minus aus, wenn man die Exporte mit einrechnet. Deutschlandweit schrumpfte der Gesamtabsatz um sechs Prozent, was knapp fünf Millionen Hektolitern entspricht. In Bayern lag der Rückgang bei 5,4 Prozent oder rund 1,3 Millionen Hektolitern. Und dabei geht es ausschließlich um alkoholhaltiges Bier.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Der demografische Wandel spielt eine Rolle, ebenso ein verändertes Konsumverhalten. Hinzu kommt eine allgemeine Konsumzurückhaltung, die nicht nur den heimischen Markt betrifft, sondern auch wichtige Exportländer für bayerisches Bier.

Ein Lichtblick bleibt das Segment der alkoholfreien Biere. Rechnet man diese hinzu, kommt Bayern auf einen gesamten Bierausstoß von rund 25 Millionen Hektolitern. Alkoholfreie Biere haben mittlerweile einen Produktionsanteil von zehn Prozent erreicht und sind 2025 noch einmal um 11,5 Prozent gewachsen. Doch auch dieses Plus von rund 260.000 Hektolitern kann die Verluste bei den klassischen Sorten bei weitem nicht ausgleichen.

Besonders hart trifft die aktuelle Lage den Mittelstand. Steigende Betriebskosten, Fachkräftemangel, wachsender Preisdruck durch den Handel und eine immer kompliziertere Bürokratie setzen vielen Betrieben zu. Dazu kommt die anhaltend gedämpfte Kauflaune der Verbraucher – sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie. Für zahlreiche Brauereien entsteht so ein wirtschaftlicher Druck, der ihre Existenz ernsthaft gefährdet.

Ein Beispiel dafür ist das angekündigte Aus einer traditionsreichen Oberpfälzer Großbrauerei zum Ende des Jahres 2026. Für Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, ist das kein Einzelfall, sondern ein Symptom für eine bedenkliche Entwicklung. Mit jeder schließenden Brauerei gehe nicht nur Wirtschaftskraft verloren, sondern auch ein Stück kulturelle Identität.

Schneider fordert deshalb dringend bessere Rahmenbedingungen. Der viel beschworene Bürokratieabbau müsse endlich Realität werden. Auch die energetische Transformation dürfe gerade für kleine und familiengeführte Brauereien nicht zur unlösbaren Aufgabe werden. Zudem kritisiert der Brauerbund die starke Marktmacht großer Handelsketten, die vor allem mittelständische Hersteller unter enormen Preisdruck setzen.

Trotz aller Schwierigkeiten will der Branchenverband nicht in Schwarzmalerei verfallen. Bayerisches Bier stehe weiterhin für Qualität, Handwerk und regionale Verantwortung. Es sei ein Produkt mit klarer Herkunft und hoher Wertschätzung, geschützt durch die EU als geografische Angabe. Für Schneider ist klar: Brauereien liefern mehr als ein Getränk. Sie schaffen Arbeitsplätze, stiften Gemeinschaft und erzählen Geschichten.

Für die Zukunft setzt der Brauerbund auf Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Brauwissenschaft über Rohstofflieferanten bis hin zum Handel sollen gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Themen wie energieeffiziente Produktion, Klimaanpassung und neue Produktideen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Neben einem weiter wachsenden Angebot alkoholfreier Getränke sieht der Verband auch Chancen in neuen Bereichen wie sogenannten Liquid-Food-Produkten. Hier stehe die Branche noch am Anfang, sehe aber großes Potenzial. Schneider formuliert es kämpferisch: Aufgabe sei es, das bayerische Brauhandwerk in eine neue Zeit zu führen – mit Augenmaß, Mut und dem Vertrauen darauf, dass die Menschen auch künftig wissen, was ein gutes Bier wert ist.

BRLO übernimmt ROY Kombucha

BRLO wächst weiter – und zwar diesmal ohne Alkohol im Glas. Die Berliner Brauerei übernimmt zum 1. Februar 2026 die Marke ROY Kombucha und baut damit ihr Angebot im alkoholfreien Segment gezielt aus. ROY Kombucha bleibt als eigenständige Marke erhalten, wird künftig jedoch vollständig unter dem Dach von BRLO weitergeführt.

Ganz neu ist die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen allerdings nicht. Bereits seit zwei Jahren wird ROY Kombucha in der BRLO-Brauerei in Berlin-Spandau produziert. In dieser Zeit wurden Produktionsabläufe zunehmend aufeinander abgestimmt, Prozesse verzahnt und Strukturen gemeinsam entwickelt. Was als Partnerschaft begann, mündet nun in einer vollständigen Integration – mit dem Ziel, den wachsenden Markt für alkoholfreie und bewusste Getränke gemeinsam noch stärker zu bespielen.

Auch personell bleibt Kontinuität gewahrt: ROY-Gründer Fabio Carlucci bleibt an Bord und übernimmt künftig die Leitung sowie die strategische Weiterentwicklung der Marke innerhalb von BRLO. Und die Zahlen sprechen für sich. Mit einem Hektoliter-Wachstum von rund 50 Prozent im Jahr 2025, etwa 800 Verkaufsstellen in Deutschland und mehr als 20 Exportpartnern hat sich ROY in den vergangenen Jahren zu einer ernstzunehmenden Größe im europäischen Kombucha-Markt entwickelt.

Die Verantwortlichen sehen in der Übernahme vor allem große Chancen. BRLO-Geschäftsführerin Katharina Kurz bringt es auf den Punkt: „Die Synergien in Produktion und Vertrieb liegen auf der Hand. Mit der Integration von ROY erweitern wir nicht nur unser Portfolio, sondern auch unsere Zielgruppe im wachstumsstarken Segment alkoholfreier Getränke – ein Trend, der Bewusstsein und Genuss auf natürliche Weise verbindet.“

Auch auf Seiten von ROY blickt man optimistisch in die Zukunft. Gründer Fabio Carlucci erklärt gegenüber dem Protal about-drinks.com: „Diese Weiterentwicklung eröffnet uns neue Möglichkeiten und Perspektiven. Umso mehr freuen wir uns, mit BRLO einen strategischen Partner an unserer Seite zu haben, der unsere Werte teilt – Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationsgeist. Gemeinsam bündeln wir unsere jeweiligen Kompetenzen, um Kombucha in Deutschland und Europa noch stärker und schneller zu etablieren.“

Seit der Gründung Ende 2019 steht ROY Kombucha für handwerklich hergestellten, hochwertigen Kombucha aus Berlin. Das Getränk basiert auf fermentiertem Tee und ausgewählten Bio-Zutaten und wird seit Beginn in eigener Produktion hergestellt. Das Sortiment ist vielfältig und reicht von klassischen Varianten bis zu kreativen Geschmacksrichtungen wie Ginger, Raspberry, Strawberry & Basil oder Cucumber & Mint. Hinzu kommen regelmäßig limitierte Editionen, die für zusätzliche Abwechslung sorgen. Erhältlich sind die Produkte in der 0,33-Liter-Dose, in Mehrwegflaschen sowie als Kombucha-Brewing-Kit für alle, die sich selbst am Fermentieren versuchen möchten.

Für BRLO bedeutet der Zusammenschluss vor allem eines: eine konsequente Erweiterung des eigenen Profils. Neben Bier rücken damit zunehmend alkoholfreie Premiumgetränke in den Fokus – ein Markt, der im Handel, in der Gastronomie und bei Endverbrauchern stetig an Bedeutung gewinnt. Der Trend geht klar zu bewussteren Alternativen, die geschmacklich überzeugen und mehr bieten als klassische Softdrinks.

Mit der Integration von ROY Kombucha stärkt BRLO somit nicht nur sein Portfolio, sondern positioniert sich auch strategisch für eine Zukunft, in der Vielfalt und alkoholfreier Genuss eine immer größere Rolle spielen. Für beide Marken könnte das der Beginn eines neuen, sehr spannenden Kapitels sein.

Baden-Württembergs Brauereien setzen auf Genuss und Lebensfreude

Der Blick auf nackte Zahlen macht selten gute Laune – das gilt auch für die in dieser Woche veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts zum Bierabsatz 2025. Bundesweit ist der Absatz weiter gesunken, erstmals deutlich unter eine Marke, die lange als selbstverständlich galt. Auch Baden-Württemberg bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont: Der Inlandsbierabsatz ging hier um 5,2 Prozent zurück, etwas weniger als im Bundesdurchschnitt, aber eben doch spürbar.

Gleichzeitig zeigt sich eine andere Bewegung, die längst mehr ist als eine Randnotiz: Alkoholfreies Bier gewinnt weiter an Bedeutung. Rund zwölf Prozent Marktanteil erreicht diese Kategorie inzwischen im Südwesten, bundesweit sind es etwa zehn Prozent. Weniger Bier insgesamt – aber differenzierter, bewusster und offenbar gezielter konsumiert.

Für den Baden-Württembergischen Brauerbund sind diese Zahlen kein Anlass für Schönfärberei, sondern für Einordnung. Geschäftsführer Hans-Walter Janitz spricht offen von einer Herausforderung, betont aber zugleich, dass Bier mehr sei als eine Statistik. Es stehe für Gemeinschaft, handwerkliche Qualität und für Genussmomente, die Menschen zusammenbringen. Tatsächlich sei der Absatz gegen Ende des Jahres wieder leicht angezogen, was zumindest auf eine gewisse Stabilisierung hoffen lasse.

Als Ursachen für den Rückgang nennt der Verband weniger einen plötzlichen Kulturwandel als vielmehr eine Mischung aus Kaufzurückhaltung und äußeren Einflüssen. Das Wetter spielte 2025 eine größere Rolle, als vielen lieb war – Stichwort Kaltfront im August. Wer Bier lebt, weiß: Ein verregneter Sommer hinterlässt nicht nur nasse Schuhe, sondern auch leere Biergärten.

Trotzdem dominiert im Südwesten kein Abgesang, sondern ein bodenständiger Optimismus. Janitz vergleicht die Situation augenzwinkernd mit dem Fußball: Gerade wenn es nicht läuft, zeigt sich wahre Treue. Und davon lebt die regionale Bierkultur. Baden-Württemberg sei ein Genießerland, geprägt von regionaler Vielfalt, Brauchtum und Geselligkeit. Veranstaltungen wie die schwäbisch-alemannische Fasnet seien dafür ein gutes Beispiel – bunt, gemeinschaftlich und kulinarisch tief verwurzelt.

Auch das Thema Verantwortung spart der Brauerbund nicht aus. Genuss und Maß schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Schon Paracelsus wusste: Die Dosis macht das Gift. Niemand müsse verzichten, niemand übertreiben. Entscheidend sei ein bewusster Umgang – und Selbstverständlichkeiten wie „Don’t drink and drive“ gehören weiterhin dazu.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Bierabsatz sinkt, die Bierkultur nicht. Sie verändert sich, wird vielfältiger und vielleicht auch ein Stück erwachsener. Die Herausforderungen sind real, aber ebenso real ist die Leidenschaft für gutes, regionales Bier. Oder, um es fränkisch-schwäbisch gelassen zu sagen: Mund abputzen, Glas heben, weitermachen. Nach dem Bier ist schließlich vor dem Bier.

Quelle: Pressemitteilung des Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.

Alkoholfreie Biere klettern auf 10 Prozent

Alkoholfreie Biere klettern auf 10 Prozent

Alkoholfreie Biere sind die am schnellsten wachsende Sorte auf dem deutschen Biermarkt. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes und Daten des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ haben alkoholfreie Biere und Biermischgetränke im Jahr 2025 beim Umsatz im Handel erstmals die 10-Prozent-Marke überschritten, beim Marktanteil könnte diese Schwelle noch in diesem Jahr erreicht werden. „Die 1.500 Brauereien in Deutschland bieten eine enorme Vielfalt alkoholfreier Marken an, die ebenfalls nach dem Reinheitsgebot gebraut werden. Wegen der steigenden Beliebtheit dieser Biere sind wir mittlerweile zum größten Markt für Alkoholfreies in Europa geworden. Die Menschen suchen nach hochwertigen, geschmackvollen Bieren, die zu jeder Lebenslage passen, und wir freuen uns, ihnen diese Vielfalt bieten zu können“, sagte Christian Weber, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, in Berlin. Er hob die Innovationskraft der überwiegend mittelständischen und handwerklichen Brauereien in Deutschland hervor, die nicht nur im Bereich alkoholfreier Biere und Erfrischungsgetränke sehr erfolgreich seien, sondern auch mit saisonalen Spezialitäten, regionalen Bierstilen und Craftbieren die Vielfalt bereichern.

Pils und Helles sind die beliebtesten Biere der Deutschen 

In der Beliebtheitsskala der Deutschen hat sich das Alkoholfreie mit aktuell 9,5 Prozent Marktanteil bereits auf Platz 3 vorgearbeitet – unangefochtener Marktführer aber bleibt Pils mit knapp 50% Marktanteil. Auf Platz 2 landet die ebenfalls wachsende Kategorie der Hellbiere (ca. 12%), die bundesweit immer mehr Konsumenten begeistert. Mit ihrem milden, ausgewogenen Geschmack, einer moderaten Bittere und hoher Trinkbarkeit sprechen Hellbiere eine breite Zielgruppe an, vom klassischen Bierliebhaber bis hin zu jüngeren und genussorientierten Konsumenten. Der Deutsche Brauer-Bund sieht in dieser Entwicklung ein starkes Signal für die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit der deutschen Brauwirtschaft – und für die anhaltende Attraktivität der deutschen Bierkultur insgesamt.

Die mit Abstand meisten Biere werden in Deutschland weiterhin in Mehrwegflaschen verkauft. Der klassische 20er-Mehrwegkasten behält einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Mit einem Mehrweganteil von insgesamt knapp 80 Prozent übertreffen die Brauereien als einzige Branche der Getränkewirtschaft das im Verpackungsgesetz der Bundesregierung festgehaltene umweltpolitische Ziel von 70 Prozent.

Konsumflaute hinterlässt Spuren

Insgesamt war der Biermarkt in Deutschland 2025 rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt heute berichtete, ging der Bierabsatz im vergangenen Jahr um 6 Prozent zurück. In den Destatis-Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten. 82,5 Prozent des Bierabsatzes waren 2025 für den Inlandsverbrauch bestimmt. Als einen der Hauptgründe für den Rückgang des Bierabsatzes in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern Europas nennt der Brauer-Bund das Konsumklima. „Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren“, so DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Die Situation der Gastronomie sei weiterhin besorgniserregend, viele Betriebe hätten sich seit der Pandemie nicht erholt. Auch die große Marktmacht des Handels bleibe für die Braubranche ein Problem.

Vor dem Hintergrund, dass auch 2026 ein sehr forderndes Jahr für die gesamte Getränke- und Lebensmittelwirtschaft sein werde, fordert der Branchenverband entschlossenere Anstrengungen der Politik insbesondere in der Energiepolitik und beim Bürokratieabbau. Auch wenn die Brauwirtschaft sich in den vergangenen Jahren als resilient und krisenfest erwiesen habe und es vielen Unternehmen gelungen sei, neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen, stehen die Brauereien auf der Kostenseite weiterhin massiv unter Druck. Energie sei neben den Löhnen der größte Kostentreiber. „Für die Brauwirtschaft ist eine verlässliche, planbare und wettbewerbsfähige Energiepolitik von zentraler Bedeutung“, betonte Eichele. Brauereien seien energieintensive Betriebe. Stark schwankende Preise, unklare Förderbedingungen und langfristig fehlende Planungssicherheit erschwerten Investitionen in Effizienz, Klimaschutz und Innovation erheblich. Die Branche unterstütze grundsätzlich die Klimaziele und investiere seit Jahren massiv in moderne, energiesparende Technologien. Diese Investitionen könnten jedoch nur dann fortgesetzt werden, wenn politische Rahmenbedingungen Verlässlichkeit bieten. Dazu gehören bezahlbare Energiepreise, eine praxisnahe Ausgestaltung von Förderprogrammen sowie ein klarer, langfristiger energiepolitischer Kurs, der industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichert.

Diese Pressemitteilung des Deutschen Brauerbunds erschien gestern, vermutlich als Reaktion auf die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes, dass der Bierabsatz im Jahr 2025 so stark zurückgegangen ist wie nie zuvor. Ich habe diese Pressemitteilung nicht verändert, sondern so veröffentlicht, wie ich sie vom Brauerbund erhalten habe.

Deutsches Bier 2025: Ein historischer Rückgang unter 8 Milliarden Liter

Der deutsche Biermarkt hat 2025 einen historischen Tiefpunkt erlebt: Mit insgesamt rund 7,8 Milliarden Litern ist der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % gesunken – das entspricht 497,1 Millionen Litern weniger. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies der stärkste Rückgang seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1993. Zum ersten Mal fiel der Absatz damit unter die magische Grenze von 8 Milliarden Litern. In diesen Zahlen sind alkoholfreie Biere, Malztrunk und importiertes Bier aus Nicht-EU-Staaten nicht enthalten.

Saisonale Schwankungen bestätigen sich

Auch 2025 zeigte sich das bekannte Muster: Frühling und Sommer sorgen für steigende Verkaufszahlen, während im Herbst und Winter wieder deutlich weniger Bier über die Zapfhähne geht. Langfristig bestätigt sich der Trend des Rückgangs: Seit 2015 wurde insgesamt 18,9 % oder 1,8 Milliarden Liter weniger Bier abgesetzt.

Inlandsabsatz fällt stärker als Exporte

Der Großteil des Bieres – 82,5 % – wird für den heimischen Konsum versteuert. Der Inlandsabsatz sank 2025 um 5,8 % auf 6,4 Milliarden Liter. Die restlichen 17,5 % entfielen auf Exporte und Haustrunk. Auch hier gab es Rückgänge: Die steuerfreien Mengen gingen um 7,0 % zurück, davon 798,5 Millionen Liter in EU-Staaten (-1,3 %) und 552,8 Millionen Liter in Nicht-EU-Staaten (-14,2 %). Zusätzlich wurden 10 Millionen Liter (-7,2 %) unentgeltlich als Haustrunk an Brauereibeschäftigte abgegeben.

Auch Biermischungen betroffen

Die Brauereien mussten im Segment Biermischungen ebenfalls Einbußen hinnehmen. Mixgetränke aus Bier mit Limonade, Cola, Fruchtsäften oder anderen alkoholfreien Zusätzen verzeichneten 2025 5,2 % weniger Absatz, was 402 Millionen Liter entspricht und einen Anteil von 5,2 % am gesamten Bierabsatz ausmacht.

Insgesamt zeigt sich: Die Deutschen trinken noch Bier, aber deutlich weniger als früher, und die saisonalen Hochs der Sommermonate können die langfristigen Rückgänge nicht ausgleichen. Die Zahlen werfen Fragen auf, wie die Brauereien auf veränderte Trinkgewohnheiten, Exportprobleme und neue Konkurrenz durch alkoholfreie Getränke reagieren werden.

Brauhaus Wiesen – Frühlingsbock

Im Bürgerlichen Brauhaus Wiesen im idyllischen Hochspessart – dort wo grüne Wälder und sanfte Hügel den Horizont prägen – wird seit 1888 Bier gebraut: regional und handwerklich. Die Brauerei nutzt das weiche Wasser des Aubachs und Malz & Hopfen aus dem fränkischen Umland, um eine ganze Palette klassischer und saisonaler Biere zu brauen.

Einer der Stars im Portfolio ist der Wiesener Frühlingsbock – ein saisonaler Bock, der nach rund 12 Wochen Reifung im kühlen Lagerkeller zur Fastenzeit und im Frühling bereit ist, die Biervielfalt des Jahres zu eröffnen und der jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Orangefarben und kristallklar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine vergleichsweise kleine weiße Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also eine richtig gute Figur.

Düfte nach Karamell, Honig und Trockenpflaumen steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und spritzig. Die Süße bleibt auch am Gaumen erhalten, dazu kommen die fruchtigen Noten und auch eine deutliche Bittere, die aber noch Platz für die anderen Aromen lässt. Das Mundgefühl ist weich und voll, auch wenn der Alkohol leicht durchschmeckt. Alles in Allem ist der Frühlingsbock aus dem Brauhaus Wiesen ein süffiges Bier. In der Kehle dominiert eine freundliche und nicht zu kräftige Bittere, die sehr lange nachklingt.

Zu diesem Bier kann ich mir einen alten Hartkäse vorstellen, der kräftig genug ist, um neben dem Bier zu bestehen und der gleichzeitig einen charmanten Gegensatz zur Süße dieses Frühlingsbocks bildet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brauhaus Wiesen
Hauptstr. 97
63831    Wiesen
www.brauhaus-wiesen.de

Hawidere in Rudolfsheim-Fünfhaus: 25 Jahre Bierkultur und gute Taten

Am 16. März 2001 öffnete das Hawidere in Rudolfsheim-Fünfhaus zum ersten Mal seine Türen – und seitdem hat es sich als wahres Paradies für Bierliebhaber in Wien etabliert. In einem Gasthaus aus den 1920er Jahren, mit alter Lamperie an den Wänden und einem uralten Holzboden, herrscht eine warme, gemütliche Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Die Auswahl an 14 Fassbieren legt den Fokus auf österreichische Privatbrauereien, ergänzt durch internationale Spezialitäten und spannende Craft Biere. Das Hawidere ist längst kein Geheimtipp mehr: Zahlreiche Auszeichnungen wie „Wiener Bierlokal des Jahres“, Gold bei der Brussels Beer Challenge, Erfolge bei den World Beer Awards und der Staatsmeistertitel bei der Austrian Beer Challenge dokumentieren die exzellente Bierkompetenz des Hauses.

Drei Biersommeliers stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite und empfehlen das perfekte Bier zu jeder Speise. Zum 25-jährigen Jubiläum hat das Team ein spezielles Jubiläumsbier kreiert – ein Muss für alle Fans der flüssigen Kunst.

„Ich bedanke mich bei all unseren Gästen, die uns über die Jahre die Treue gehalten haben“, so Inhaber Adalbert Windisch. Gefeiert wird vom 12. bis 14. März mit täglichem Holzfassanstich und Live-Musik bei freiem Eintritt – ein Fest für alle Sinne.

Doch das Hawidere denkt nicht nur ans Genießen: Am 24. Mai findet erneut das „Burger Essen für die Gruft“ statt. Der gesamte Erlös aller an diesem Tag verkauften Burger wird an die Gruft gespendet. Bisher konnte das Hawidere im Rahmen dieser Benefizaktion beeindruckende 55.000 Euro für Hilfsorganisationen sammeln – ein Beweis, dass Genuss und soziales Engagement bestens zusammenpassen.

Ob zum Biergenuss, für gute Musik oder um Gutes zu tun – das Hawidere bleibt ein Fixpunkt in der Wiener Bierlandschaft, der Tradition, Geschmack und Herzblut verbindet.

De Glazen Toren – Jan de Lichte

Witbier ist ein belgischer Weizenbierstil, der traditionell mit Koriandersamen und Orangenschalen gewürzt wird. Es ist hell, naturtrüb, spritzig und lebt weniger von Hopfenbittere als von frischen, würzigen und zitrusartigen Aromen. Und genau hier setzt das Jan de Lichte der belgischen Brauerei De Glazen Toren an – allerdings nicht leise und zurückhaltend, sondern mit ordentlich Charakter.

Golden wie frisches trockenes Weizenstroh und mit einer kräftigen Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

In der Nase stehen frische Zitrusnoten im Mittelpunkt: Banane, Orange, und ein Hauch Zitrone. Abgerundet wird das Aroma durch die Würzigkeit des Korianders. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk überzeugt durch seine stiltypische Süße sowie die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich, dass Süße, Säure und Bittere gut ausbalanciert sind. Auch jetzt stehen die fruchtigen Aromen im Mittelpunkt, während die würzigen Noten des Korianders und der Orangenzesten erst langsam zum Tragen kommen. Da die sieben Volumenprozent Alkohol gut eingearbeitet sind, ergibt sich ein samtiges Mundgefühl. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere dominiert gemeinsam mit der Fruchtigkeit. Obwohl sie durchaus dezent bleiben, klingen sie sehr lange nach.

Jan de Lichte verbindet die typische Frische eines Witbiers mit der Intensität eines starken belgischen Ales. Ideal zu leichten Fischgerichten, Ziegenkäse oder einfach als Solist an einem warmen Abend, wenn man dem Glas gern etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt.

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brouwerij de Glazen Toren
Glazentorenweg 11
9420 Erpe-Mere
Belgien
www.glazentoren.be

Störtebeker bringt sein Wild Coast-Ale, ein fruchtiges Ale mit leichter Bittere auf den Markt

Auch wenn der Sommer noch fern ist, bringt das Wild Coast-Ale von Störtebeker schon etwas sonnige Frische ins Glas. Das Bier zeichnet sich durch eine kräftige Trübung und fruchtige Aromen aus, die vor allem an Mango und Passionsfrucht erinnern.

Störtebeker teilt mit, dass im Vergleich zu klassischen Ales das Wild Coast-Ale überraschend leicht wirkt. Der Einsatz spezieller Aromahopfensorten sorgt dafür, dass die Bittere nicht zu dominant ist und das Bier einen weichen, cremigen Körper behält. Dadurch eignet es sich gut für Einsteigerinnen in die Welt der hopfenbetonten Ales, aber auch für erfahrene Biertrinkerinnen, die Lust auf etwas Neues haben.

Besonders bemerkenswert ist, dass das Wild Coast-Ale sowohl mit als auch ohne Alkohol erhältlich ist. Beide Varianten teilen denselben fruchtigen Charakter und die leichte Textur, wodurch auch alkoholfreie Bierliebhaber*innen nicht auf das Geschmackserlebnis verzichten müssen.

Mit der Einführung des Wild Coast-Ales ergänzt Störtebeker sein Portfolio um ein frisches, leicht zugängliches Ale neben Klassikern wie Atlantik-Ale, Pazifik-Ale oder dem New England IPA. Die Variante ohne Alkohol reagiert auf die gestiegene Nachfrage nach alkoholfreien Bieren, ohne die Aromenvielfalt einzuschränken.

Auch wenn das Wild Coast Ale derzeit nur im Viererpack im Onlineshop vo Störtebejer erhältlich ist, hoffe ich, dass es auch zeitnah in den Handel kommen wird.