Historische Cafés in Flandern sollen erhalten bleiben

Nicht nur in Deutschland kämpfen traditionelle Gaststätten mit steigenden Kosten, veränderten Konsumgewohnheiten und wirtschaftlichem Druck. Auch in Belgien stehen zahlreiche historische Schankstätten vor Herausforderungen. In Flandern wurde deshalb eine neue Initiative gestartet, die den Erhalt kulturhistorisch bedeutender Cafés sichern soll.

Das flämische Denkmalschutzamt Monumentenwacht Vlaanderen und die Brauereigruppe Haacht haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist es, historisch wertvolle Gaststätten zu erhalten und deren baulichen Zustand dauerhaft zu sichern. Allein in der Provinz Antwerpen profitieren zunächst elf Cafés von dem Programm, darunter Betriebe in Antwerpen, Mechelen, Turnhout, Retie und Meerhout.

Im Mittelpunkt der Initiative stehen sogenannte „Denkmal-Cafés“, die sich im Besitz der Immobiliengesellschaft Co.Br.Ha. Real Estate befinden, einer Tochter der Brauereigruppe Haacht. Die Gebäude werden künftig regelmäßig von Fachleuten begutachtet, die Empfehlungen für Wartung, Reparaturen und vorbeugende Schutzmaßnahmen aussprechen.

Bierkultur und Baukultur eng verbunden

Nach Angaben von Monumentenwacht Vlaanderen sind zahlreiche traditionelle Cafés in Flandern weit mehr als reine Gastronomiebetriebe. Viele Gebäude prägen seit Generationen das Ortsbild und gelten als wichtige Zeugnisse regionaler Architektur- und Alltagsgeschichte.

Die Fachleute der Denkmalschutzorganisation unterstützen sowohl offiziell geschützte Baudenkmäler als auch Gebäude, die im Inventar des flämischen Kulturerbes erfasst sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der präventiven Instandhaltung. Regelmäßige Kontrollen sollen größere Schäden frühzeitig erkennen und kostspielige Restaurierungen vermeiden.

Langfristige Strategie statt Einzelmaßnahmen

Nils van Dam, Geschäftsführer von Co.Br.Ha. Real Estate, betonte die historische Bedeutung vieler Gaststätten im Besitz der Unternehmensgruppe. Diese Gebäude seien ein wichtiger Teil des flämischen Kulturerbes und verdienten eine professionelle Betreuung, um auch für künftige Generationen erhalten zu bleiben.

Monumentenwacht Vlaanderen verfolgt seit Jahren das Prinzip der vorbeugenden Denkmalpflege. Sachverständige untersuchen die Gebäude regelmäßig und erstellen detaillierte Berichte über notwendige Maßnahmen. Dadurch können Eigentümer frühzeitig reagieren und Schäden beheben, bevor umfangreiche Restaurierungsarbeiten erforderlich werden.

Anknüpfung an erfolgreiche Projekte

Die neue Kooperation baut auf Erfahrungen aus früheren Denkmalprojekten auf. Dazu zählen unter anderem die Betreuung der historischen Gempemolen in Tielt-Winge sowie Restaurierungsmaßnahmen in bekannten flämischen Cafés wie De Roos in Gent, ’t Gouden Mandeken in Gent und Baron Ruzette in Brügge.

Für den Vorsitzenden von Monumentenwacht Vlaanderen, Luk Lemmens, ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt. Historische Gaststätten benötigten keine kurzfristigen Einzelmaßnahmen, sondern eine kontinuierliche und durchdachte Betreuung. Positiv bewertet er zudem, dass sich die Brauereigruppe aktiv an der Bewahrung dieses kulturellen Erbes beteiligt.

Die Initiative zeigt, dass historische Gaststätten nicht nur Orte des Genusses und der Begegnung sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Identität leisten. Mit der neuen Partnerschaft soll sichergestellt werden, dass diese oft jahrhundertealten Treffpunkte auch in Zukunft Bestand haben.

Quelle: Dieser Artikel entstand unter Verwendung von Informationen von flanderninfo.be.

Hildesheimer Braumanufaktur – Funk Soul Brewers Burst Generator

New England IPAs haben in den vergangenen Jahren die Craftbier-Szene im Sturm erobert. Im Gegensatz zu den oft bitteren und harzigen West Coast IPAs setzen sie auf intensive Fruchtaromen, ein weiches Mundgefühl und eine deutlich zurückhaltendere Bittere. Genau in diese Kategorie fällt das NEIPA der Funk Soul Brewers, der Experimentierlinie der Hildesheimer Braumanufaktur.

Schon beim Einschenken zeigt das Bier die typischen Merkmale seines Stils. Es präsentiert sich in einem hellen Bernsteinton mit leichter Hefetrübung. Der feinporige Schaum hält sich durchschnittlich lange und rundet den optisch ansprechenden Eindruck ab.

In der Nase zeigt sich sofort, wohin die Reise geht. Zitrusfrüchte stehen im Vordergrund, begleitet von Mango und einer angenehmen Süße, die an Waldhonig erinnert. Dahinter schwingt eine dezente Karamellnote mit, die dem Aromenspiel zusätzliche Tiefe verleiht.

Der Antrunk beginnt mit einer angenehmen Malzsüße. Die sehr feinperlige Kohlensäure unterstützt den weichen Charakter und sorgt für einen geschmeidigen Einstieg. Im weiteren Verlauf übernimmt die Frucht das Kommando. Mango und Zitrusaromen prägen das Geschmacksbild deutlich, während die Süße erhalten bleibt. Das Mundgefühl ist weich und rund, wie man es von einem gelungenen New England IPA erwartet. Besonders interessant ist, dass die Fruchtigkeit mit jedem Schluck zunimmt und zeitweise beinahe an einen tropischen Fruchtsaft erinnert. Die Bittere bleibt jederzeit präsent, wirkt aber ausgewogen und angenehm zurückhaltend. Im Abgang kommt eine milde, freundliche Bittere in den Mittelpunkt, die niemals aufdringlich wird. Trotz ihrer Zurückhaltung sorgt sie für Struktur und begleitet das Bier in einen überraschend langen Nachklang.

Was mir besonders gefällt, ist die Zugänglichkeit dieses Bieres. Viele klassische IPAs können durch ihre intensive Bittere gerade Einsteiger abschrecken. Dieses NEIPA geht einen anderen Weg und setzt auf Frucht, Ausgewogenheit und Trinkfluss. Damit eignet es sich hervorragend für alle, die ihre ersten Schritte in die Welt der hopfenbetonten Craftbiere wagen möchten.

Das Funk Soul Brewers NEIPA überzeugt mit tropischer Fruchtigkeit, weichem Mundgefühl und einer angenehm dosierten Bittere. Es ist kein Extrembier für Hopfenfanatiker, sondern ein ausgewogener Vertreter seines Stils, der sowohl Einsteiger als auch erfahrene Craftbier-Fans ansprechen dürfte. Ein saftiges, unkompliziertes und sehr gelungenes New England IPA.

Das Bier harmoniert gut mit würzigen Burgern, Tacos, asiatischen Gerichten mit leichter Schärfe oder gegrilltem Hähnchen. Auch fruchtige Desserts mit Mango oder Maracuja können spannende Begleiter sein.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Haferflocken, Hopfen (Enigma, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Das Oktoberfest 2026 wird teurer – aber überrascht das noch jemanden?

Es ist inzwischen fast so sicher wie das traditionelle „O’zapft is“: Sobald die ersten Vorbereitungen für das Oktoberfest beginnen, folgt die Diskussion über die Bierpreise. Auch 2026 macht die Wiesn hier keine Ausnahme. Die Maß Festbier kostet in den großen Festzelten zwischen 14,80 und 15,90 Euro und erreicht damit erneut einen Höchststand.

Wer befürchtet hatte, die magische Grenze von 16 Euro würde bereits in diesem Jahr fallen, kann vorerst aufatmen. Ganz knapp darunter bleiben die teuersten Zelte. Dennoch zeigt die Entwicklung deutlich, wohin die Reise geht: Das Bier auf dem Oktoberfest wird Jahr für Jahr teurer.

Betrachtet man die Preissteigerungen nüchtern, bewegen sich die Aufschläge meist zwischen 30 und 50 Cent pro Maß. Das klingt zunächst überschaubar. Wer allerdings mit Familie oder Freunden einen ganzen Tag auf der Wiesn verbringt, wird die Unterschiede am Ende des Tages durchaus auf der Rechnung bemerken.

Interessant ist dabei, dass nicht nur das Bier teurer geworden ist. Auch alkoholfreie Getränke haben erneut angezogen. Für einen Liter Limonade werden inzwischen durchschnittlich 12,47 Euro fällig, für Tafelwasser sogar über 11 Euro. Damit wird deutlich, dass die Preisentwicklung nicht allein das Bier betrifft, sondern die gesamte Gastronomie auf dem Festgelände.

Die Wirte verweisen auf gestiegene Kosten für Personal, Sicherheit, Auf- und Abbau sowie den Wareneinkauf. Nach ihren Angaben seien die tatsächlichen Kostensteigerungen sogar höher als die Preiserhöhungen für die Gäste. Ob man dieser Argumentation folgt oder nicht: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen auch vor dem größten Volksfest der Welt keinen Halt.

Aus Sicht der Besucher stellt sich jedoch eine andere Frage. Wo liegt die persönliche Schmerzgrenze? Während eingefleischte Wiesn-Fans vermutlich auch künftig ihre Maß bestellen werden, könnten die stetig steigenden Preise gerade für jüngere Besucher oder Familien zunehmend zum Problem werden.

Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass mit dem Bierpreis auf dem Oktoberfest mehr bezahlt wird als nur der Inhalt des Kruges. Die Gäste finanzieren auch die einzigartige Atmosphäre, die aufwendigen Festzelte, die Musik, das Personal und letztlich ein Stück bayerische Tradition. Ob das den Preis rechtfertigt, muss jeder Besucher selbst entscheiden.

Hier die Preise in den einzelnen Zelten :

  • Armbrustschützen-Festzelt: 15,90 Euro (15,50 Euro)
  • Augustiner-Festhalle: 14,90 Euro (14,50 Euro)
  • Bräurosl: 15,90 Euro (15,40 Euro)
  • Fischer-Vroni: 15,75 Euro (15,40 Euro)
  • Hacker-Festzelt: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Hofbräu-Festzelt: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Käfer Wiesn-Schänke: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Löwenbräu-Festzelt: 15,90 Euro (15,40 Euro)
  • Marstall: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Ochsenbraterei: 15,80 Euro (15,35 Euro)
  • Paulaner-Festzelt: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Schottenhamel-Festhalle: 15,80 Euro (15,40 Euro)
  • Schützen-Festzelt: 15,80 Euro (15,40 Euro)

Mein Eindruck: Die diesjährigen Preise überraschen nicht. Sie setzen lediglich einen Trend fort, der seit Jahren zu beobachten ist. Die große Schlagzeile wäre vermutlich eher eine Nullrunde gewesen. Solange die Zelte weiterhin ausverkauft sind und Millionen Menschen die Wiesn besuchen, dürfte sich an dieser Entwicklung wenig ändern.

Lambiek Fabriek – Organic&Wild Black-Belle

Die belgische Brauerei Lambiek Fabriek gehört zu den jüngeren Vertretern der traditionsreichen Lambic-Szene. Erst 2016 gegründet, widmet sich das Unternehmen ganz der spontanen Gärung und damit einer der faszinierendsten Biertraditionen Europas. Die Biere reifen in Eichenfässern und entstehen nach den Regeln eines Bierstils, der untrennbar mit dem Pajottenland südwestlich von Brüssel verbunden ist. Für diese Verkostung steht eine biologische Cassis-Variante auf dem Tisch. Die Kombination aus Lambic und schwarzen Johannisbeeren verspricht eine spannende Mischung aus Frucht, Säure und den typischen Eigenschaften spontan vergorener Biere.

Schon im Glas macht das Bier einen hervorragenden Eindruck. Leuchtend rot schimmert es im Licht, leicht hefetrüb und gekrönt von einem hellrosa Schaum. Dieser zieht sich zwar recht schnell zurück, unterstreicht aber den fruchtigen Charakter des Bieres.

Das Aroma wird von einer frischen, fruchtigen Säure geprägt. Die schwarzen Johannisbeeren sind klar erkennbar und erinnern an Cassislikör, ohne künstlich zu wirken. Dazu gesellt sich eine leichte Kandisnote, die für zusätzliche Tiefe sorgt.

Der Antrunk überrascht zunächst mit einer angenehmen Malzsüße. Die sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine elegante Textur und sorgt für einen sanften Einstieg. Im Körper übernimmt dann die Frucht die Hauptrolle. Die Johannisbeeren stehen klar im Mittelpunkt und werden von einer frischen, aber gut eingebundenen Säure begleitet. Die anfängliche Süße zieht sich zunehmend zurück und macht Platz für ein ausgewogenes Wechselspiel aus Frucht und Säure. Das Mundgefühl bleibt dabei erstaunlich weich und zugänglich. Im Abgang zeigt sich der Lambic-Charakter am deutlichsten. Das Bier wird trockener, die Frucht bleibt präsent und verabschiedet sich mit einem kurzen, sauberen Nachklang. Gerade diese Trockenheit verhindert, dass die Frucht ins Süßliche abrutscht.

Besonders gelungen finde ich die Balance. Die schwarzen Johannisbeeren ergänzen den Lambic-Charakter, statt ihn zu überdecken. Dadurch entsteht ein Fruchtbier, das nicht wie ein Fruchtsaft wirkt, sondern seine Herkunft jederzeit erkennen lässt. Das Lambiek Fabriek Cassis verbindet die typische Frische eines Lambics mit den intensiven Aromen schwarzer Johannisbeeren. Fruchtig, angenehm sauer und bemerkenswert ausgewogen zeigt es, wie harmonisch Frucht und Spontangärung zusammenarbeiten können. Ein sehr zugänglicher Vertreter der Lambic-Welt, der sowohl Einsteiger als auch erfahrene Liebhaber spontangäriger Biere ansprechen dürfte.

Hervorragend passt das Bier zu Ziegenkäse, Entenbrust mit Beerensauce oder fruchtigen Desserts. Auch eine dunkle Schokoladentarte kann mit den Cassis-Aromen spannende Kombinationen ergeben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen, Schwarze Johannisbeeren

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Lambiek Fabriek
Eugène Ghijsstraat 71
1600 Leeuw-Saint-Pierre
Belgien
www.lambiekfabriek.be

Stadtländers Glanz

Bier aus Brot ist längst mehr als nur eine kuriose Idee. Angesichts der Diskussion um Lebensmittelverschwendung setzen immer mehr Brauereien und Bäckereien auf kreative Kooperationen, bei denen überschüssiges Brot einen zweiten Verwendungszweck findet. Das Bier von Stadtländers Glanz aus Walsrode und der ebenfalls in Walsrode ansässigen Brauerei Schnuckenbräu gehört zu diesen Projekten. Die traditionsreiche Brotmanufaktur, die seit 1892 besteht, verarbeitet geröstete Brote zu einem Bier, das Nachhaltigkeit und Genuss miteinander verbinden soll.

Im Glas präsentiert sich das Brotbräu bernsteinfarben und leicht opalisierend. Der Schaum baut sich zunächst ordentlich auf, fällt jedoch recht schnell wieder zusammen. Optisch wirkt das Bier durchaus ansprechend, auch wenn die Schaumstabilität ausbaufähig ist.

In der Nase zeigen sich sofort die Einflüsse des verwendeten Brotes. Karamell und Brotkruste prägen das Aroma deutlich. Dazu gesellen sich blumige Noten, die für etwas Frische sorgen und verhindern, dass das Bier zu eindimensional wirkt. Der Antrunk fällt recht süß aus. Unterstützt wird dieser Eindruck durch eine sehr feinperlige Kohlensäure, die das Bier angenehm weich erscheinen lässt. Im weiteren Verlauf bleibt die Süße das bestimmende Element. Karamellnoten stehen im Vordergrund, während die Bittere nur eine Nebenrolle spielt. Das Bier wirkt insgesamt recht schlank, fast etwas zu schlank für die vorhandene Süße. Gerade hier hätte ich mir etwas mehr Hopfencharakter gewünscht, um einen stärkeren Gegenpol zu schaffen und dem Bier mehr Balance zu verleihen. Im Abgang nimmt die Bittere zwar leicht zu, bleibt aber insgesamt zurückhaltend. Positiv fällt der lange Nachklang auf, der die malzigen und brotigen Aromen noch einige Zeit präsent hält.

Mein Eindruck fällt daher etwas zwiespältig aus. Die Idee hinter dem Bier gefällt mir ausgesprochen gut, und die Aromen von Brotkruste und Karamell passen hervorragend zum Konzept. Geschmacklich fehlt jedoch etwas Ausgewogenheit. Mehr Hopfen oder etwas mehr Tiefe im Körper hätten dem Bier gutgetan. Dennoch zeigt das Brotbräu, welches Potenzial in nachhaltigen Brauprojekten steckt. Das Stadtländers Glanz Brotbräu ist ein interessantes Bier mit klar erkennbarem Brotcharakter und einer sympathischen nachhaltigen Idee. Die ausgeprägte Süße und die geringe Bittere verhindern zwar eine perfekte Balance, dennoch ist es ein gelungener Ansatz, der neugierig auf zukünftige Entwicklungen macht.

Besonders gut passt das Brotbräu zu deftigen Brotzeiten, einer fränkischen Schlachteplatte, Schinken, Leberwurst oder kräftigem Bergkäse. Die malzigen und brotigen Noten harmonieren hervorragend mit herzhaften Speisen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Geröstetes Brot (Roggen, Weizen, Dinkel, Salz), Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Meyer Braugesellschaft KG
Schnuckenbräu
Hünzingen 3
29664 Walsrode
www.schnuckenbraeu.de

für

Brotmanufaktur Stadtländer
Quintusstr. 31
29664 Walsrode
www.brotmanufaktur-stadtlaender.de

Italienische Brauer feiern 30 Jahre Craftbier mit einem gemeinsamen Jubiläumsbier

Die italienische Craftbier-Szene begeht in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Zum 30. Geburtstag der modernen italienischen Craftbier-Bewegung hat der Brauerverband Unionbirrai die Initiative „Buona Questa Birra!“ ins Leben gerufen. Das Besondere daran: Zahlreiche Brauereien aus ganz Italien brauen gemeinsam dasselbe Bier – und setzen damit ein Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und die Entwicklung des handwerklichen Bierbrauens im Land.

Bei dem Projekt handelt es sich um einen landesweiten Gemeinschaftssud, an dem Dutzende unabhängige Brauereien beteiligt sind. Grundlage bildet eine gemeinsame Rezeptur, die von allen Teilnehmern verwendet wird. Gleichzeitig bleibt den Brauern genügend Spielraum, um ihre persönliche Handschrift und regionale Besonderheiten einfließen zu lassen. So entsteht eine Vielzahl individueller Interpretationen eines gemeinsamen Bierkonzepts.

Als Bierstil wurde bewusst ein Italian Pilsner gewählt. Dieser Stil gilt als eine der erfolgreichsten Eigenentwicklungen der italienischen Craftbier-Szene und verbindet hohe Trinkbarkeit mit handwerklicher Raffinesse. Die Organisatoren sehen darin den idealen Botschafter für die Entwicklung des italienischen Craftbiers in den vergangenen drei Jahrzehnten.

Vittorio Ferraris, Präsident von Unionbirrai, beschreibt die Idee hinter dem Projekt als bewusst unkompliziert. Bier solle Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft schaffen. Genau diesen Gedanken greife bereits der Name „Buona Questa Birra!“ auf – ein Satz, den Biertrinker häufig spontan äußern, wenn ihnen ein Bier besonders gut schmeckt.

Die ersten Gemeinschaftssude fanden bereits in mehreren Regionen Italiens statt. Brauereien in der Toskana, Emilia-Romagna, Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch Venetien und der Lombardei beteiligten sich ebenso wie zahlreiche weitere Betriebe im ganzen Land. Teilweise wurden die Brautage öffentlich durchgeführt, sodass Interessierte den Brauprozess verfolgen und direkt mit den Brauern ins Gespräch kommen konnten.

Die Jubiläumsinitiative verdeutlicht zugleich die beeindruckende Entwicklung der italienischen Craftbier-Branche. Als die Bewegung 1996 begann, spielte handwerklich gebrautes Bier in Italien kaum eine Rolle. Heute existieren rund 900 Mikrobrauereien sowie etwa 200 Brewpubs. Die jährliche Produktion liegt inzwischen zwischen 400.000 und 500.000 Hektolitern und erreicht damit rund 2,5 Prozent des gesamten italienischen Biermarktes.

Darüber hinaus hat die Craftbier-Bewegung die Bierkultur des Landes nachhaltig verändert. Zahlreiche Bierstile, die vor wenigen Jahrzehnten noch weitgehend unbekannt waren, gehören heute zum festen Bestandteil der italienischen Bierszene. Gleichzeitig haben Ausbildung, Bierwissen und die Wertschätzung handwerklich gebrauter Biere deutlich zugenommen.

Ab Anfang Juni soll das Jubiläumsbier in ganz Italien erhältlich sein. Einen besonderen Höhepunkt bildet die Veranstaltungsreihe „Birrifici Aperti Unionbirrai“ sowie der Nationale Tag des Craftbiers vom 19. bis 25. Juni 2026. Dann öffnen zahlreiche Brauereien ihre Türen für Besucher und bieten die Möglichkeit, die Vielfalt der italienischen Craftbier-Kultur hautnah zu erleben.

Mit „Buona Questa Birra!“ feiert Italien nicht nur ein Jubiläum, sondern auch eine Erfolgsgeschichte, die aus einer kleinen Bewegung eine international anerkannte Craftbier-Szene gemacht hat.

Verhaeghe – Duchesse Cherry

Fruchtbiere haben in Belgien eine lange Tradition. Während viele Bierfreunde bei Kirschbier sofort an Kriek und die Welt der Lambics denken, geht die Duchesse Cherry einen anderen Weg. Als Grundlage dient kein Lambic, sondern ein flämisches Rotbraunes Bier aus Westflandern, das durch Fassreifung und gemischte Gärung seine charakteristische Säure erhält. Zusammen mit echten belgischen Sauerkirschen entsteht daraus ein Bier, das Frucht, Säure und Holzaromen auf bemerkenswerte Weise verbindet.

Für die Herstellung werden ausschließlich belgische Sauerkirschen der Sorte „Kriek Gorsem“ verwendet. Auf künstliche Aromen oder Fruchtextrakte verzichtet die Brauerei vollständig. Nach der Reifung des Grundbieres in Eichenfässern erhält das Bier eine großzügige Portion Kirschen, genauer gesagt 20 kg Kirschen je Hektoliter Bier, mit denen es weitere sechs Monate mazeriert. Insgesamt vergehen rund zwei Jahre, bis das fertige Bier in die Flasche kommt.

Im Glas präsentiert sich die Duchesse Cherry in einem leuchtenden Rubinrot. Das Bier ist kristallklar und macht optisch sofort Lust auf den ersten Schluck. Der Schaum baut sich zwar ansprechend auf, fällt jedoch stiltypisch recht schnell wieder zusammen.

Bereits in der Nase wird deutlich, wohin die Reise geht. Die fruchtige Säure steht klar im Vordergrund und erinnert an rote Beeren sowie Sauerkirschen. Die Kirsche selbst bleibt zunächst etwas zurückhaltend und unterstützt das Aromenspiel eher aus dem Hintergrund. Ergänzt wird das Bouquet durch feine Kandisnoten und dezente Holzanklänge aus der Fassreifung.

Der Antrunk wirkt lebhaft und spritzig. Eine dezente Süße sorgt zunächst für Balance, wird jedoch rasch von der Säure eingeholt. Diese Entwicklung macht den Reiz des Bieres aus und sorgt für eine enorme Frische. Im Körper zeigt sich die Duchesse Cherry überraschend säurebetont. Die Säure drängt die vorhandene Süße deutlich in den Hintergrund und prägt das gesamte Geschmacksbild. Gleichzeitig tritt die Kirsche nun wesentlich stärker hervor als noch im Aroma. Dadurch entsteht ein authentischer Fruchteindruck, der weder künstlich noch übertrieben süß wirkt. Der Körper bleibt schlank und unterstützt den erfrischenden Charakter des Bieres. Der Abgang fällt trocken aus. Bittere spielt praktisch keine Rolle, dafür treten die Holznoten aus der Fasslagerung noch einmal deutlich hervor. Der Nachhall bleibt eher kurz, hinterlässt aber einen angenehm trockenen und komplexen Eindruck.

Die Duchesse Cherry richtet sich vor allem an Liebhaber säurebetonter belgischer Spezialitäten. Wer ein süßes Kirschbier erwartet, dürfte überrascht werden. Stattdessen bietet dieses Bier eine spannende Kombination aus authentischer Frucht, markanter Säure und eleganten Fassnoten. Gerade an warmen Tagen oder als Begleiter zu Käse und fruchtigen Desserts entfaltet die westflämische Herzogin ihre Stärken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Kirschen (0 kg/100 l), Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

13 IBU

Brauerei:

Brasserie Verhaeghe-Vichte
Sint-Dierikserf 1
8570 Vichte
Belgien
www.brouwerijverhaeghe.be

Historischer Wandel in Frankreich: Bier überholt erstmals Wein beim Konsum

Frankreich gilt weltweit als das Land des Weins. Kaum ein anderes Getränk ist so eng mit der französischen Kultur verbunden wie ein Glas Rot-, Weiß- oder Roséwein zum Essen. Umso bemerkenswerter ist eine Entwicklung, die sich nun erstmals in den offiziellen Statistiken widerspiegelt: Im Jahr 2025 wurde in Frankreich erstmals mehr Bier als Wein konsumiert.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) tranken die Franzosen rund zehn Millionen Liter mehr Bier als Wein. Während der Bierkonsum weitgehend stabil blieb, sank der Weinkonsum auf den niedrigsten Stand seit rund 70 Jahren.

Allerdings ist dieser historische Wechsel weniger auf einen sprunghaften Anstieg des Bierkonsums zurückzuführen als vielmehr auf den anhaltenden Rückgang beim Wein. Die Weinbranche kämpft bereits seit Jahrzehnten mit einer sinkenden Nachfrage im Inland. Besonders Rotwein verliert zunehmend an Bedeutung, während jüngere Generationen insgesamt weniger Alkohol konsumieren und traditionelle Essgewohnheiten immer stärker aufbrechen.

Der aktuelle OIV-Bericht zeigt, dass der Weinkonsum 2025 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 22 Millionen Hektoliter zurückging. Gleichzeitig produziert Frankreich weiterhin deutlich mehr Wein als im eigenen Land getrunken wird. Die Jahresproduktion lag zuletzt bei 36,1 Millionen Hektolitern.

Experten sehen mehrere Ursachen für diese Entwicklung. Die französische Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Kleinere Haushalte, kürzere Mittagspausen, mehr Außer-Haus-Verpflegung und ein insgesamt verändertes Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein beeinflussen auch die Trinkgewohnheiten. Hinzu kommen staatliche Gesundheitskampagnen und gesellschaftliche Veränderungen, die den Alkoholkonsum insgesamt reduzieren.

Inzwischen gibt mehr als die Hälfte der französischen Bevölkerung an, nicht jede Woche Alkohol zu trinken. Damit verändert sich eine Tradition, die lange als fester Bestandteil des Alltags galt.

Bier profitiert von neuen Trends

Während die Weinbranche mit sinkenden Absatzzahlen kämpft, konnte sich Bier erfolgreicher an die veränderten Verbraucherwünsche anpassen. Der Pro-Kopf-Konsum liegt seit Jahren relativ konstant bei etwa 33 Litern jährlich.

Besonders die Vielfalt des Angebots spielt dabei eine wichtige Rolle. Die wachsende Zahl von Mikrobrauereien und Craftbier-Betrieben hat das Angebot in Frankreich deutlich erweitert. Verbraucher finden heute eine wesentlich größere Auswahl an Bierstilen und Geschmacksrichtungen als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Als besonders dynamisch erweist sich der Markt für alkoholfreie Biere. Dieses Segment verzeichnete innerhalb eines Jahres ein Wachstum von rund zwölf Prozent. Damit folgt Frankreich einem Trend, der auch in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern zu beobachten ist.

Die Weinwirtschaft versucht ebenfalls, auf die veränderten Konsumgewohnheiten zu reagieren. Viele Produzenten setzen verstärkt auf moderne Vermarktungskonzepte sowie auf Bio- und Naturweine, um insbesondere jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Trotz der rückläufigen Inlandsnachfrage bleibt Frankreich jedoch eine Weinmacht. Mit jährlichen Exporterlösen von rund elf Milliarden Euro ist das Land weiterhin der weltweit bedeutendste Weinexporteur.

Der historische Wechsel an der Spitze der Getränkestatistik zeigt dennoch deutlich, wie stark sich Konsumgewohnheiten verändern können. Selbst in einem Land, das wie kaum ein anderes mit Wein verbunden wird, gewinnt Bier zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt dank seiner Vielfalt und der erfolgreichen Entwicklung alkoholfreier Alternativen.

Veltins – Helles Pülleken 0,0 %

Mit dem Hellen Pülleken 0,0 % erweitert die Brauerei Veltins ihre beliebte Pülleken-Familie um eine alkoholfreie Variante. Nachdem das klassische Helle und das fruchtige Zitrönken bereits viele Freunde gefunden haben, reagiert die Brauerei damit auf die weiterhin steigende Nachfrage nach alkoholfreien Bieren. Ziel ist es, den unkomplizierten Charakter der Marke auch ohne Alkohol erlebbar zu machen.

Optisch präsentiert sich das Helle Pülleken 0,0 % äußerst ansprechend. Im Glas leuchtet es in einem hellen Goldton und zeigt sich kristallklar. Darüber baut sich eine üppige, schneeweiße Schaumkrone auf, die erfreulich lange erhalten bleibt und Lust auf den ersten Schluck macht.

In der Nase zeigt sich das Bier angenehm zurückhaltend. Mildes helles Malz bildet die Grundlage, während dezente fruchtige und würzige Noten für zusätzliche Abwechslung sorgen. Das Aroma wirkt ausgewogen und passt gut zum unkomplizierten Charakter des Bieres.

Der Antrunk fällt überraschend süß aus. Unterstützt wird dieser Eindruck von einer lebhaften Kohlensäure, die dem Bier viel Frische verleiht. Gerade an warmen Tagen wirkt diese Spritzigkeit ausgesprochen angenehm. Im weiteren Verlauf bleibt die Malzsüße zunächst präsent. Allerdings gesellt sich eine passende Bittere hinzu, die für Balance sorgt und verhindert, dass das Bier zu eindimensional wirkt. Das Mundgefühl bleibt dabei bewusst schlank und leicht, was den Trinkfluss fördert. Auch der Abgang fällt mild aus und verzichtet auf starke Ecken und Kanten. Genau darin liegt jedoch eine der Stärken des Hellen Pülleken 0,0 %. Es versteht sich nicht als komplexes Verkostungsbier, sondern als unkomplizierter Begleiter für entspannte Momente.

Wer ein alkoholfreies Bier mit hoher Trinkbarkeit sucht, wird hier fündig. Das Helle Pülleken 0,0 % punktet mit Frische, einer angenehmen Balance aus Süße und Bittere sowie einem unkomplizierten Charakter. Besonders an warmen Sommerabenden kann es seine Qualitäten als erfrischender Durstlöscher voll ausspielen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co. KG
An der Streue
59872 Meschede-Grevenstein
www.puelleken.de

Golden Alkno

Golden Alkno

Fruchtiger Bier-Cocktail ohne Alkohol. Erfrischend, fruchtig und schnell gemixt: Der Golden Alknokombiniert exotische Maracuja mit Zitrusnoten und alkoholfreiem Bier. Ideal fürwarme Tage, Grillabende oder als alkoholfreie Alternative auf Feiern.
Zubereitungszeit 5 Minuten
Gesamtzeit 5 Minuten
Gericht: Getränke

Zutaten
  

  • 2 cl Limettensirup
  • 2 cl Zitronensaft
  • 6 cl Maracujasaft
  • alkoholfreies Bier zum Aufgießen
  • Limetten- oder Maracujascheiben optional zur Dekoration

Method
 

  1. Limettensirup,Zitronensaft und Maracujasaft in ein Glas oder einen Cocktailshaker geben.
  2. NachWunsch mit Eiswürfeln verrühren oder kurz shaken.
  3. DieMischung in ein Glas füllen und mit alkoholfreiem Bier aufgießen.
  4. Vorsichtigumrühren und nach Belieben mit einer Limettenscheibe garnieren.
  5. Gutgekühlt servieren.

Notizen

Für einen besonders frischen Geschmack eignet sich ein hopfenbetontes alkoholfreies Pils. Wer es etwas milder mag, kann zu einem alkoholfreien Hellen greifen.