De Glazen Toren Canaster Winterscotch im Test: Kräftiges Scotch Ale für kalte Tage
Das Canaster Winterscotch von De Glazen Toren im Test: Dunkles Scotch Ale mit Feige, Schokolade, Kandis, Melasse und wärmendem Alkohol.
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O'zapft is – und zwar für 15,90 Euro. Wenn am 19. September auf der Münchner Theresienwiese die Festzelte ihre Türen öffnen, beginnt nicht nur die 191. Ausgabe des Oktoberfests. Auch die Jagd auf das Wiesn-Budget der Besucher geht in eine neue Runde. Immerhin erreicht der Preis für die Maß Bier 2026 einen neuen Höchststand.
Bis zu 15,90 Euro müssen Besucher in diesem Jahr für einen Liter Festbier auf den Tisch legen. Wer jetzt spontan überlegt, ob die Maß früher vielleicht tatsächlich einmal günstiger war: Ja, war sie. Die billigste Maß auf der Wiesn kostet 2026 immerhin noch 14,80 Euro.
Damit bewegt sich der Bierpreis zwar nur ein kleines Stück über dem Vorjahresniveau. 2025 lag der Höchstpreis bei 15,80 Euro. Der Blick weiter zurück dürfte bei manchem Wiesn-Veteranen allerdings für Wehmut sorgen: 2019 kostete die Maß je nach Festzelt zwischen 10,80 und 11,80 Euro.
15,90 Euro für einen Liter Bier sind inzwischen eine Ansage. Zumal es auf der Wiesn selten bei einer einzigen Maß bleibt. Wer also nicht nur ordentlich Durst, sondern auch ordentlich Kleingeld mitbringt, ist klar im Vorteil. Dirndl und Lederhose mögen traditionell sein – ein gut gefülltes Bankkonto ist inzwischen offenbar ebenfalls Wiesn-Zubehör.
In der Innenstadt ist die Maß deutlich günstiger
Wer den Münchner Bierpreis mit anderen Maßstäben messen möchte, kann einen kleinen Abstecher von der Theresienwiese in die Innenstadt machen. Dort lässt sich feststellen, dass eine Maß Bier durchaus deutlich günstiger zu bekommen ist.
In den Augustiner Bräustuben kostet der Liter aktuell 7,70 Euro. Im Pschorr am Viktualienmarkt werden 13,40 Euro fällig. Im Durchschnitt kostet der Liter Bier in der Münchner Innenstadt 10,88 Euro.
Für den Wiesn-Besucher bedeutet das: Die Theresienwiese ist nicht unbedingt der Ort, an dem man seine persönliche Bierpreisstudie beginnen sollte.
Wer kein Bier trinkt, kommt trotzdem nicht billig davon
Wer angesichts der Bierpreise lieber auf Alkohol verzichtet, kann natürlich auf ein alkoholfreies Getränk ausweichen. Eine echte Sparmaßnahme ist das allerdings nicht unbedingt. Ein Liter Mineralwasser kostet auf dem Oktoberfest durchschnittlich 11,13 Euro. Für einen Liter Spezi werden im Schnitt 12,84 Euro verlangt, ein Liter Limonade schlägt mit durchschnittlich 12,35 Euro zu Buche.
Wer also nach zwei Maß feststellt, dass jetzt dringend etwas Wasser angebracht wäre, sollte nicht davon ausgehen, dass die Rechnung dadurch automatisch freundlicher aussieht.
Und dazu noch etwas essen
Auch der Hunger möchte auf dem Oktoberfest schließlich gestillt werden. Die Preise unterscheiden sich dabei je nach Festzelt und Angebot. In der Augustiner-Festhalle kosten beispielsweise zwei Weißwürste 8,90 Euro. Für ein halbes Hendl werden 17,20 Euro fällig.
Damit wird der klassische Wiesn-Besuch schnell zu einer kleinen Investition: Maß Bier, Hendl und noch ein paar Weißwürste – und schon dürfte sich der Geldbeutel deutlich leichter anfühlen als beim Betreten der Theresienwiese.
Die Wiesn bleibt trotzdem die Wiesn
Trotz aller Preissteigerungen dürfte das den Besucherstrom kaum stoppen. Das Oktoberfest gehört schließlich zu München wie die Maß ins Festzelt und das Hendl auf den Teller. Millionen Menschen werden auch 2026 wieder auf die Theresienwiese kommen, um Bier zu trinken, Karussell zu fahren und gemeinsam zu feiern.
Nur eines sollte man sich vor dem Besuch vielleicht noch einmal bewusst machen: Die Maß Bier ist inzwischen so teuer, dass man sie besser nicht mehr als Durstlöscher, sondern als Teil der Reiseplanung betrachtet. Oder anders gesagt: Wer 2026 auf die Wiesn geht, sollte sich nicht nur überlegen, wie viele Maß er trinken möchte. Die spannendere Frage lautet möglicherweise: Wie viele Maß kann sich mein Portemonnaie leisten?
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